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Manometer – Druck genau gemessen

Ein Manometer, oder auch Druckmessgerät genannt, wird zur Messung des Drucks von Flüssigkeiten oder Gasen genutzt, oder von Drücken, die feste Körper ausüben. Dabei wird in der Regel der Druck relativ zum Umgebungsdruck gemessen. Es handelt sich um ein modernes Messinstrument, das so sowohl privat wie auch gewerblich eingesetzt wird. Wir stellen die unterschiedlichen Varianten vor, zeigen wie diese funktionieren und helfen bei der Kaufentscheidung. Egal ob Messtechnik für das Hobby oder den Einsatz im Betrieb – unser Vergleich hilft, das für die eigene Ansprüche perfekte Messgerät zu finden!

1. Die Funktionsweise: Wie funktioniert ein Manometer?

Manometer funktionieren je nach Typ unterschiedlich. Das einfachste Modell ist das Flüssigkeitsmanometer, bei dem in einem U-förmigen Rohr eine Flüssigkeit steht. Ist der Druck in beiden Schenkeln gleich hoch, steht die Flüssigkeit auch in beiden Schenkeln gleich hoch. Lastet auf einer Seite ein Druck, bewegt sich die Flüssigkeit im Rohr und anhand einer Skala können Werte abgelesen werden. Der Höhenunterscheid Δh kann dann in den Druckunterschied Δp umgerechnet werden.

Einer anderen Art den Druck zu messen begegnet man zum Beispiel beim Arzt in Form eines Blutdruckmessgeräts. Hierbei handelt es sich um eine Membran-Manometer. Diese Membran im Inneren eines Gehäuses wird verformt, wenn ein Druck auf sie ausgewirkt wird. An die Membran ist ein Zeiger gekoppelt, der sich mit der Bewegung der Membran bewegt. Der Druck kann direkt auf einer Anzeige abgelesen werden.

Eine Auswahl der besten Manometer (Zusammengestellt nach Kaufempfehlung von Amazon Kunden):

2. Die Typen: Welche Arten der Manometer gibt es?

Es gibt zwei Arten von Druckmessgeräten.

Unmittelbare Druckmessgeräte beruhen direkt auf der Definition der physikalischen Größe. Das bedeutet der angezeigte Wert des Manometers beruht auf einem der Werte der Gleichung p = F/A oder Δp = Δhρg mit den Abkürzungen Druck p, Kraft F, Fläche A, Höhe h, Dichte ρ und Schwerebeschleunigung g. Zu den unmittelbaren Manometern gehören Kolbenmanometer und Flüssigkeitsmanometer.

Mittelbare Druckmessgeräte leiten den Druck aus anderen physikalischen Effekten ab. Beispielsweise kann der Druck anhand der Verformung eines Elements abgeleitet werden, auch elektrische, optische oder chemische Wirkungen sind möglich. Zu den mittelbaren Druckmessgeräten zählen Rohrfeder-Manometer, Plattenfeder-Manometer oder Kapselfeder-Manometer.

Neben diesen beiden Arten der Manometer gibt es auch spezielle Formen der Manometer wie beispielsweise das Barometer. Dieses wird zur Bestimmung des Luftdrucks verwendet.

Anwendungsgebiete und zugehörige Manometer:

  • Reifenfüll-Messgeräte für Auto und Motorrad
  • Reifendruckmessgeräte
  • Manometer für Gasflaschen/Gaskartuschen
  • Druckmesser für Tauch- und Wassersport

3. Die Vor- und Nachteile eines Manometers

Bei richtiger Handhabung eines Manometers, vor allem im Hausgebrauch, bringt ein solches Gerät eigentlich nur Vorteile mit sich.

  • Druck in Flüssigkeiten oder Gasen kann ohne großen Aufwand ermittelt werden
  • Messung findet in der Regel vollautomatisch statt
  • Druck kann direkt in gängigen Einheiten abgelesen werden (mbar, bar, Pa, psi)

4. Der Markencheck: Führende Hersteller von Manometern

Zu den bekanntesten Herstellern von Manometern gehören:

  • Wika
  • Metek
  • Yokogawa
  • Omega
  • Kimo
  • Pfeiffer Vacuum
  • tecsis
  • Sica

5. Tipps zum Gebrauch: Darauf sollten Sie bei einer Messung achten

Vor der Messung ist es wichtig zu wissen wie genau das Gerät funktioniert und wie man es handhabt. Daher ist ein genaues Durchlesen der Bedienungsanleitung zu empfehlen, um Messfehler zu vermeiden. Das gilt sowohl für Autoreifen-Druckmessgeräte, als auch für Blutdruckmessgeräte bis hin zu Gasdruckmessgräten.

Bei Unsicherheiten sollte eine Messung kurze Zeit später besser wiederholt werden, um „auf Nummer sicher“ zu gehen.

Ist das Manometer nicht für die permanente Installation vorhergesehen, ist es wichtig, hinterher alles in seinen Ausgangszustand zu versetzen, zum Beispiel die Schutzkappen zurück auf die Reifenventile drehen oder ähnliches. Anderenfalls könnte das Messgerät beschädigt werden und ungenaue Ergebnisse messen!

6. Kaufempfehlung: Darauf sollten Sie achten

Vor dem Kauf eines Manometers sollten Sie wissen, wofür Sie das Gerät nutzen wollen. Es gibt eine Vielzahl an Manometern und die meisten sind auf einen bestimmten Anwendungsbereich begrenzt. Soll das Gerät beispielsweise zum Überprüfen des Luftdrucks in Auto- oder Fahrradreifen sein? Oder wollen Sie feststellen welcher Druck in einer bestimmten Flüssigkeit wirkt? Je nach Anwendung muss das richtige Gerät im Vorfeld gewählt werden.

Wichtig ist es auch auf den passenden Druck-Bereich zu achten. Die meisten Manometer für den Hausgebrauch sind standardisiert und besitzen bei allen Herstellern ähnliche Druckbereiche, jedoch variieren diese natürlich wie bereits erwähnt je nach Anwendungsgebiet.

Interessant könnte auch die Messgenauigkeit sein. Diese ist auf jedem Gerät angegeben. Im Hausgebrauch ist dieser Wert oft von nicht allzu großer Wichtigkeit, in Industrie und Forschung dagegen spielt er eine enorme Rolle.

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